Donnerstag, 4. Juni 2009

Ansgar Schwenken: Der unscheinbare Macher im Hintergrund!

Ich glaube es ist über 13 Jahre her. Mit Dirk „Moppel“ Michalowski trottete ich durch die heiligen Räume des VfL, vorbei am Sekretariat zu einem Treffen. Die Fantastic-Supporters hatten das Anliegen, einen VfL Bochum Amateure-Schal zu produzieren. Für die damals kleine, aber feine Fangemeinde auf dem Nebenplatz des VfL eine Revolution, wie sich später rausstellte. Dazu benötigten wir die Genehmigung des VfL. Unser Gesprächspartner damals: Ansgar Schwenken. Ende 1996/97 recht neu beim VfL und Assistent im Management. Er gab sein ok, nachdem wir ihm den Entwurf zeigten und schlug uns vor, die Schals über die Firma herzustellen, die der VfL für Merchandising immer beauftragte. Eine feine Sache. Nun ja, nur zwei Jahre später produzierte der VfL eigene Amateure-Schals, aber das ist ein anderes Thema.

Mittlerweile ist Ansgar Schwenken beim VfL nicht mehr wegzudenken. Seit 2003 ist Schwenken hauptamtliches Mitglied des Vorstands und verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Organisation. Unter seiner Leitung entwickelte der VFL Bochum als erster Bundesliga-Verein ein schriftliches Leitbild. Darüber hinaus ist Schwenken Mitglied des DFB-Vorstandes und Mitglied des Arbeitskreis Finanzen der Deutschen Fußball Liga.

Auf gut deutsch: Ein Mann der Zahlen und das muß man ganz klar auch in den kritischen Zeiten anmerken: Ein unscheinbarer Macher im Hintergrund, der im Rahmen der Möglichkeiten, die der VfL hat, hervorrgande Arbeit leistet. Jüngst gab Schwenken der reviersport ein Interview, das einmal mehr beweist, wie sich die Bundesliga entwickelt und was der VfL mit seinem Etat im Gegensatz zu anderen Vereinen, mit weitaus größeren finanziellen Rahmenbedingungen jedes Jahr leistet. Interessant der Vergleich: Für die Ablösesumme die der FC Bayern für Mario Gomez hinlegt, könnte der VfL zwei Jahre lang seinen kompletten Kader bezahlen. Hier deutet Ansgar Schwenken an, das die Tabellenpositionen immer mehr ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Möglichkeiten sind. Die reichen vereine stehen oben, die weniger reichen unten. Daher wird es für den VfL immer schwerer „Überraschungserfolge“ zu landen, wie es früher immer mal möglich war.

Wie er verkündete, könnte der VfL bald schuldenfrei sein, wenn er auch in der kommenden Saison den Klassenerhalt schafft. Ich weis nicht, wieviele unter Euch sich noch an Zeiten erinnern können, wo Verantwortliche schweißgebadet auf die Antwort des DFB warteten, weil der VfL in letzter Sekunde noch eine Bürgschaft auftreiben musste, um die Lizenz zu erhalten. So was konnte man im Zeitalter ohne Internet oder Videotext erst am nächsten Tag in der Zeitung erfahren. Da hatte man noch Angst um seinen Verein!

In Sachen Hauptsponsor gibt es wenig Neues. Es gibt potentielle Kandidaten, sogar ein Sofortabschluß wäre möglich, jedoch möchte man natürlich auch einen entsprechenden Preis erzielen. Demzufolge könnte es auch „kurz vor knapp“ werden, bis der VfL seinen neuen Partner präsentiert. Eigentlich vernünftig. Das ganze Interview findet ihr übrigens hier: Reviersport
Foto: VfL Bochum

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