Samstag, 7. November 2009

1:2 gegen Freiburg: So lange man atmet, darf man noch hoffen...

Die Spieler des VfL Bochum kämpfen nicht nur gegen den Gegner, nein sie kämpfen auch gegen ihre eigene Psyche. Und seit heute 17:17 Uhr wissen wir auch: Gegen die Schiris. Die 1:2 Niederlage gegen Freiburg ist das Ergebnis aus mangelnder Spielkultur, Pech, Unvermögen und Fehlentscheidungen. Die Mannschaft von Heiko Herrlich hat bei seinem Debut wahrlich kein großes Spiel geliefert, aber sie haben zumindest gekämpft. War es in der ersten Halbzeit Krampf, beherzigten die Bochumer im zweiten Abschnitt zumindest die Tugenden Kampf und Einsatzwille. So gelang auch das 1:1 durch Klimowicz nach einer sehr schönen Vorarbeit von Dedic, der so langsam in Form kommt. Dann die Fehlentscheidung, denn bei Ballabgabe stand Klimo auf gleicher Höhe und so hätte sein Kopfball zum 2:1 zählen müssen. Und dann das Unvermögen: Beim Handspiel eines Freiburgers protestiert die halbe Mannschaft, die Freiburger reagieren schneller und ein langer Ball ist die Vorlage zum 1:2.
„So lange man atmet, darf man hoffen“, sagte Günther Pohl. Und meint wohl, man ist noch nicht tot, solange man noch Luft bekommt. Der VfL ist zur Zeit aber ein Patient mit erheblichen Atembeschwerden. Und ich glaube, ich bin nicht der einzige, der heute um zwanzig nach fünf auf „tote Gegenstände“ losgehen wollte um seinen ganzen Frust ab zu reagieren. Es war die Mischung aus Ärger über die mangelnde Fähigkeit einem Gegner wie Freiburg mal 2-3 Tore „einzuschenken“ , aber auch die Schiribenachteiligung. Zumindest hat der Referee nach dem Spiel den Fehler zugegeben, doch Punkte kann man sich dafür nicht kaufen. Wie tief ist das Loch, in das sich der VfL da gebracht hat? Das ist die Frage aller Fragen. Auch das zweite Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe wurde verloren. Jetzt ist erst mal Länderspielpause und dann geht es nach Hamburg. Genug Zeit also für Heiko Herrlich um diesen Team wieder Leben einzuhauchen. Denn solange man atmet, darf man hoffen!
Foto:www.1848er.eu

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