Freitag, 29. Januar 2010

Nach dem Afrika-Cup-Aus: Was wird nun aus Anthar Yahia

Mit 0:4 verlor gestern Abend die algerische Nationalmannschaft das Halbfinale beim Afrika-Cup gegen Ägypten. Nach diesem Hass-Duell mit drei Platzverweisen heisst es nun nach dem Spiel um Platz 3 so langsam für den Bochumer Anthar Yahia die Rückreise anzutreten. Zurück nach Bochum - wo es zuletzt arge Verstimmungen über das Verhalten Yahias bezüglich seiner Teilnahme gab. Was wird nun passieren, wenn Anthar Yahia wieder im Bochumer Bundesligaalltag angekommen ist? Die Frage ist, wie das Verhältnis zwischen dem Vorstand und dem Abwehrspieler aussieht. Gibt es einen vernünftigen Austausch und eine Aufarbeitung der Ereignisse? Oder ist das Verhältnis endgültig zerstritten? Fakt ist: Yahia könnte sicherlich bei anderen Vereinen mit besseren Perspektiven spielen. Jedoch macht er auch keinen Hehl daraus, das er sich in Bochum wohlfühlt und es ihm nicht ums Geld geht. Das bewiesen auch immer wieder Anfragen für ihn, z.B. von Hertha BSC. Jetzt jedoch könnte das anders werden: Vieles hängt davon ab, wie sich Thomas Ernst und Heiko Herrlich ihm gegenüber erklären. Denn rein rechtlich gesehen, hat sich Anthar Yahia nichts vorzuwerfen. Natürlich kommt einem das schon recht komisch vor, das ein von zwei Ärzten als verletzt befundener Spieler dennoch zum Afrika-Cup reist und sich einer Reha bei seinem Arbeitgeber entzieht. Die Zeit spielte natürlich für Anthar Yahia, der dann rund 10 Tage später von einem neutralen Gutachter als gesund und einsatzfähig diagnostiziert wurde. Man(n) kann gespannt sein, ob es wieder ein Miteinander gibt oder ob Anthar Yahia mit einem Wechsel liebäugelt. Der Algerier, dessen Vertrag am 30.06.2011 ausläuft, ist für den VfL eine lukrative Kapitalanlage. Sein Marktwert wird auf etwa 3,5 Millionen Euro beziffert. Ein Verkauf nach dieser Saison würde dem Verein finanziell enorm weiterhelfen, sportlich aber sicherlich auch arg zurückwerfen.
Foto: Autogrammkarte vfl-bochum.de

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