Mittwoch, 3. Februar 2010

Zeit für ein Wunder: Stoppt der VfL die Bayer-Flotte?

Wenn der VfL gegen Bayer Leverkusen spielt, ist das so als wenn Handwerker gegen Informatikstudenten im IQ-Test antreten sollen. Auf der einen Seite die niemals aufgebenen Bochumer, die im Fußballerischen und Technischen dem Gast aus Leverkusen nicht das Wasser reichen können. Auf der anderen Seite eine mit Millionenstars gespickte Truppe, die mit Kombinationsfussball die Bundesliga ungeschlagen anführt. Normalerweise müsste man da ordentlich zittern. Pustekuchen! Wer hat denn hier eine Serie zu verlieren? Wer zwanzig mal nicht verliert, der hat auch im Hinterkopf, das die Serie vielleicht heute reissen könnte. An diese psychische Schwäche muss der VfL am Samstag glauben. Natürlich muss der Rasen im Ruhrstadion umgepflügt werden. Natürlich muss um jeden Zentimeter Rasen gekämpft werden. Und natürlich muss jeder Bochumer 100%ige Konzentration an den Tag legen, um sich mit den Leverkusener messen zu können. Aber ich glaube, das es für ein Wunder reichen könnte. Nur darf man sich nicht wieder so überrollen lassen wie gegen die Bayern, wo man kaum eigenen Ballbesitz hatte. Oder sich einen 5-minütigen Blackout leisten, wie die Freiburger das am Sonntag taten. Ausserdem ist unsere Heimbilanz unbedingt verbesserungswürdig. Nach den letzten Spielen ist auch die neue Handschrift von Heiko Herrlich sichtbar. Im Bochumer Umfeld entfacht so langsam eine neue positive Aufbruchsstimmung. Das unterstreicht auch die Aussage Herrlichs im Spox-Interview, das er die Fans verstehen kann, wenn sie gegen das Kollersche-Denken angegangen sind, und sich auf Dauer nicht mit Platz 15 zufrieden geben. Natürlich steht der Klassenerhalt immer an erster Stelle, aber man muß auch immer eine Perspektive nach oben haben, um nicht in Lethargie zu verfallen. Mit einem positiven Ausgang am Samstag gegen den Tabellenführer würde nicht nur in Bochum, sondern auch ausserhalb der VfL sein Image weiter aufpolieren!
Foto: Dr. Jaus under CCLicense

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