Sonntag, 18. April 2010

Einen Schritt vorm Abgrund: Kann sich dieser VfL noch retten?

Es war ein Eintrag von vielen in diversen VfL-Foren im Internet. "FC Bayern gegen Bochum" hieß er. Erstellt kurz nach dem deprimierenden 0:2 in Köln. Der Threadersteller fasste sich kurz im Gegensatz zu anderen EInträgen in diesen schweren Stunden. Der Eintrag war nur zwei Sätze lang: "Ich habe Karten. Ich habe Angst" - das sagt alles aus, wie es um den VfL bestellt ist. Und erst recht, wenn man sich die Vorstellung des FC Bayern gegen Hannover 96 angesehen hat. Dieses Spiel vom gestern Abend, ist die einzige erfreuliche Nachricht an diesem Wochenende. Durch das 0:7 hat Hannover nun das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber dem VfL. Womöglich ist das noch ausschlaggebend am Ende. Vorausgesetzt der VfL kassiert am 33. Spieltag nicht eine ähnlich hohe Klatsche. Aber zurück zum VfL - in den Foren gibt es kaum noch jemand, der optimistisch in die Zukunft schaut. Aber was soll man machen? Noch ist nicht alles verloren, auch wenn es rabenschwarz ausieht. Uns Fans bleibt eigentlich keine andere Wahl, als gegen Stuttgart alles für den Verein zu geben. Was die Herren Profis daraus machen, ist was anderes. "Es ist keine Sache des Willens, sondern des Kopfes", analysierte Thomas Ernst die Situation am Freitag. Was zu Folge leistet, das Heiko Herrlich es nicht schafft das Team optimal auf die situation einzustellen. Oder sind die Spieler schon in Gedanken bei möglichen neuen Clubs oder der WM? der "Herrlich"-Effekt ist jedenfalls verpufft. Die Probleme haben "kollersche" Züge angenommen. Die Euphorie ist weg - und immer mehr zeigt sich das Heiko Herrlich, der zweifelsohne ein guter Trainer ist, im Absteigskampf nicht das richtige Mittel findet und überfordert scheint. Die taktische Ausrichtung am Freitag ging sowas von in die Hose. Und die absolute Panikumstellung in der zweiten Halbzeit mit den Einwechslungen, ein einziger hilfloser Versuch, Korrekturen vorzunehmen. Wieder einmal mehr müssen die Fans in den kommenden Wochen mit ihrer Liebe zum Verein dem Team helfen. Diese jedenfalls, sorgten bei Günther Pohl am Freitag für den einzigen emotionalen Moment, indem er zu Beginn der zweiten Hälfte von einer Hiobsbotschaft sprach. Hatte sich Milos Maric beim Gang aufs Spielfeld den Fuß gebrochen? Nein, Günther Pohl liess Dampf ab: "Diese Ultras, diese unverbesserlichen Idioten, die am Wochenende lieber zu Hause bleiben sollten, fackeln ein bengalisches Feuer ab.", schimpfte der Radiomoderator ins Mikro. Und er schwor die Gemeinde schon darauf ein, das es für den VfL gegen Hannover ein Geisterspiel geben könnte, wie einst gegen Rostock. Na ja, lassen wir mal die Kirche im Dorf. Vielleicht hatte er ja auch Recht gehabt - das Feuer hätten lieber mal die Spieler unterm Arsch gebraucht ...
Foto:www.1848er.eu

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