Sonntag, 9. Mai 2010

Der Tag danach: Abstieg ohne Wiederkehr?

Die meisten von Euch werden einen Abstiegskater haben. Oder? Auch am Tag nach dem Abstieg des VfL Bochum herrscht noch Katerstimmung. Denn in Bochum ist diesmal alles anders. Herrschte bei den fünf Abstiegen zuvor, immer direkt nach Abpfiff eine Art Aufbruchsstimmung steht der VfL meiner Meinung nach diesmal entgültig vor einem Trümmerhaufen. An direkten Wiederaufstieg ist nicht zu denken. Denn zum einem, ist es diesmal nicht so, das man viele Spieler versucht zu halten. Allesamt haben enttäuscht, viele Fans wünschen sich einen Großteil des Kaders zum Teufel. Ein kompletter Neuanfang muss gemacht werden, denn zu groß ist die Enttäuschung über die Identifikation und Einsatzbereitschaft mancher Profis. Dieser Abstieg ist ein Abstieg auf Raten gewesen. Nach einer tollen Rückrunde verließen 2007 drei Spieler den VfL, die zu einer meiner Meinung nach goldenen Zukunft hätten beitragen können: Gekas, Drobny und Misimovic. Dann musste Stefan Kuntz gehen. Marcel Koller`s Bilanz verschlechterte sich von Jahr zu Jahr. Platz 8,12 und 14. Koller sorgte dafür das jahrelang kein Nachwuchsspieler eine Chance bekam, degradierte Leistungsträger und Identifikationspersonen. Nach Kollers Entlassung, schaffte es Ernst zumindest mit Herrlich einen Mann zu holen, der verstärkt auf Jugendarbeit setzt und sich im Nachwuchsbereich auskannte. Doch menschlich war Herrlich eine schwere Enttäuschung, ihm fehlte die Erfahrung mit Spielern, war mit der täglichen Arbeit völlig überfordert. Auch wenn selbst Dariusz Wosz feststellen musste, das dieser Kader völlig versaut ist. Was bringt die Zukunft: Trister Zweitligaalltag wie in Cottbus, ein Absturz wie in Rostock? In Bochum muss sich etwas ändern, auf allen Ebenen. Aber der Verein wird auch Jahre brauchen um sich von der negativen Entwicklung seit 2007 zu erholen. Und der Club wird diesen Abstieg auch am eigenen Leib spüren: Ich möchte nicht wissen, wieviele Zuschauer und Fans dem VfL den Rücken kehren werden.

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