Dienstag, 14. September 2010

Nach dem Fehlstart: "Nicht die Nerven verlieren!"

Heute Morgen, 8:30 Uhr, weit weg von Bochum. Ich sitze im Auto, fahre in die Schweiz zur Arbeit und höre den Lokalsender. Ein Bericht folgt - über den Säntis Park in Abtwil. "Ach", denke ich "waren das noch Zeiten". Im Säntis Park in der Nähe von St. Gallen bereitete sich der VfL vor gut einem Jahr im Trainingslager vor. Damals waren wir nach den guten Testspielen noch alle guter Hoffnung. Wer hätte damals gedacht das der VfL 14 Monate später zum "Derby" gegen RW Oberhausen antreten muss. Dazu gegen einen Gegner, der sechs Plätze besser da steht und doppelt soviel Punkte auf dem Konto hat. Grausame Fußballwelt. Nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg hängt der Haussegen beim VfL dermassen schief, das man sich Gedanken machen muss. Warum eine Mannschaft die mit Erstliga- und guten Zweitligaspielern so dermassen schlecht spielt. Saglik und Federico - die Offensiv-Offenbarung der zweiten Liga, gestandene Profis, National- und Ex-Nationalspieler sowie neue frische Talente und einen sehr erfahrenen Trainer - all das ergibt Platz 12 in der 2. Liga und das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal. Dazu haben wir ein Torwartproblem. Aber das hat der VfL ja seit RvD permanent gehabt. Nur Jaroslav Drobny schaffte es 6 Monate lang eine würdige Nummer 1 zu sein. Nur nicht die Nerven verlieren, scheint das einzige Motto derzeit zu sein. Einer hat sie schon verloren: Philipp Heerwagen ist sowas von der Rolle, das es für ihn derzeit wohl am besten ist, eine Pause einzulegen. Andreas Luthe könnte die Option werden um etwas Souveränität in die Mannschaft zu bringen. Gar nicht hilfreich ist es aber auch in dieser Situation Heerwagen mit Spott und Häme zu überschütten, wie beim Spiel gegen Augsburg.
Dennoch: Vielleicht braucht die Mannschaft, wie viele andere Absteiger vor Ihnen, ein paar Spiele um sich an die 2.Liga zu "akklimatisieren". In Berlin hat das Markus Babbel schon vor dem Start gemerkt und ordentlich durchgekehrt. Das Ergebnis sieht man jetzt, Hertha ist topfit und spielt den Fußball, den man sich in Bochum wünscht. Die Hoffnung bleibt, das unser VfL nur ein Spätstarter ist. Hauptsache kein Zu-Spätstarter...
Foto: Wartet immer noch auf seinen ersten Treffer: Mahir Saglik.

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