Mittwoch, 6. Oktober 2010

Werner Altgoer: Ein Boss stolpert über seine eigenen Beine!

Womöglich wäre Werner Altegoer noch im Amt, wenn er die erste Stimmenauszahl zur Entlastung des Aufsichtsrats komplett hätte auszählen lassen. Diese Vermutung liegt sehr nahe, denn schauen wir uns die Umstände einmal genauer an, kann man zu diesem Entschluss kommen.
Zunächst zur Vorgehensweise: Das nur die Nein-Stimmen und Enthaltungen gezählt werden, scheint ein alter Brauch auf den Jahreshauptversammlungen des VfL Bochum gewesen zu sein. Schließlich musste sich Werner Altegoer in der Vergangenheit meist nur einer handvoll Verweigerern stellen. Erst im letzten Jahr gab es sensationelle Nein-Stimmer im zweistelligen Bereich. So kann man vielleicht verstehen, warum aus Zeitgründen diese Methode verwendet wird. Jedoch musste man sich imn klaren darüber sein, das in diesem Jahr viel mehr Kritiker im Saal waren. Und ein weiterer Umstand macht die Sache schwieriger: Zwischen der Anzahl der Mitglieder, die sich am Eingang als anwesend eingetragen haben und der Zahl die bei der Abstimmung tatsächlich noch anwesend waren, gab es eine stattliche Differenz. Diese Zahl ist denjenigen geschuldet, die nach der Entlastung des Vorstands schon die Nase voll hatten und gegangen waren oder nicht stehen wollten und sich wieder verabschiedet hatten. Selbst einem Werner Altegoer müsste klar gewesen sein, das diese Prozedur in diesem Jahr keine gute Wahl ist. Bei der ersten Abstimmung sollen es 196 Gegenstimmen gewesen sein. Auf dem Blog "Live`s a Game" können wir nachlesen:
"Es wurde abgestimmt, und die Hände passten überhaupt nicht zu den gezählten Stimmen. Laute Stimmen forderten eine Gegenprobe, eine neue Abstimmung. Altegoer aber weigerte sich vehement, nuschelte in sein Mikrofon: “Als Versammlungsleiter stelle ich die Entlastung des Aufsichtsrats fest.”
So verlas er kurz und knapp das Ergebnis und hoffte das ganze schnell hinter sich zu bringen. Darauf kam es zu lautstarken Protesten, tumultartigen Szenen und ich bin mir ziemlich sicher: Die Wut auf Werner Altegoer wurde in diesem Moment auch bei seinen letzten verbliebenen Anhängern so groß, das man davon ausgehen kann, das sich Pendler zwischen Enthaltung und Nein letztendlich noch für NEIN entschieden. Werner Altegoer schimpfte und meckerte, verweigerte eine neue Auszzählung und entzog sich so der letzten verbliebenen Symphatisanten. So stolperte Werner Altegoer schlussendlich über seine eigenen Beine, denn so heisst es weiter im Blog "Live`s a Game": "Es war gänzlich aus dem Ruder gelaufen. Werner Altegoer beschwerte sich wieder einmal über den Umgang miteinander, aber wie sagt man doch? Wie man in den Wald hineinruft… Dann wurde der Druck zu groß. Der “große Patriarch” gab nach und es sollte zu einer neuen Abstimmung kommen."
Das Ergebnis ist bekannt: 309 NEIN-Stimmen waren ein klares Ergbenis! So wurde Werner Altegoer schlussendlich Opfer seiner eigenen halbseidenen Machenschaften. Denn die Vermutung liegt Nahe: Ohne dieses ganze Theater und einer kompletten Auszählung, hätte er vielleicht im ersten Wahlgang noch eine knappe Mehrheit erzielt. So spielte er den schlechten Verlierer und verstand nicht den Sinn der Verweigerung. Keiner wollte ihm Veruntreuung unterstellen, sondern vielmehr einen Denkzettel verpassen. So trifft auf Werner Altegoer etwas zu, was im VfL4you-Forum jemand passend umschrieb: "Die Ereignisse auf der JHV haben wieder mal bestätigt, dass Herr Altegoer sich bezogen auf den VfL wie ein Kind verhält, das sein Spielzeug lieber kaputt macht als es mit anderen zu teilen. "

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Die Ja-Stimmen wurden zumindest in den letzten Jahren immer gezählt, soweit ich mich erinnern kann (2008 war ich nicht anwesend), daher war das wirklich eine Massnahme, die so sinnlos wie überflüssig war.