Donnerstag, 11. November 2010

Arbeitsloser Marcel Koller kassiert 5.000 € monatlich vom Arbeitsamt!

Da stand er nun, in der langen Schlange beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum in Uster/Schweiz. Marcel Koller tat das, was viele mit ihm auch hier taten. Er meldete sich arbeitslos und beantragte Arbeitslosengeld. Der Unterschied: Im Gegensatz zu den anderen hat er es nicht so bitter nötig.
Dieser Umstand führte in der Schweiz, wo ja nun mal über alles ewig diskutiert und abgestimmt wird, zu eine regen Diskussion. Das Schweizer Boulevardblatt "Blick" startete sogar eine Umfrage und befragte Passanten in Zürich, ob es ok ist, das ein Fußballtrainer, der überaus fürstlich entlohnt wird, das "moralische Recht" hat, Arbeitslosengeld zu beantragen.
Die Fakten: In Bochum kassierte Marcel Koller 720.000 € bruto Jahresgehalt, was in etwa 360.000 € netto ausmacht. In der Schweiz liegt der höchste versicherte Verdienst bei 9692 Schweizer Franken brutto pro Monat. Da Koller (seine beiden Kinder sind über 20) keine unterstützungspflichtigen Personen unterhalten muss, bekommt er von diesem maximal möglichen Arbeitslosengeld 70 Prozent. Macht 6.784 Franken - umgerechnet 5.060 € pro Monat! Der Ex-Ex Bochumer Trainer argumentiert in den Schweizer Medien sein Vorgehen so: "Erstens habe ich nicht Millionen auf der ­Seite. Zweitens habe ich seit meinem 18. Lebensjahr AHV-Gelder eingezahlt. Und drittens weiss ich ja nicht, wie lange meine jetzige Arbeitssitua­tion noch andauert."
Im übrigen hat die Online Befragung ergeben, das 66% es für in Ordnung ansehen, das auch ein gutbezahlter Fußballtrainer mal "Stütze" beantragen darf! Na dann, viel Spaß beim Ausgeben, Herr Koller! Im übrigen feiert Koller heute seinen 50. Geburtstag! Na denn, schöne Sause!

1 Kommentar:

Zechbauer hat gesagt…

Da hat er die Sache mit dem "Generationenvertrag" wohl missverstanden. Aber das ist ja hierzulande auch nicht viel anders.