Mittwoch, 9. November 2011

+++ Über den Tellerand geschaut: Glücksspiel-Sponsoren in der Bundesliga! +++

Obwohl Glücksspiel in der Bevölkerung sehr beliebt ist und regelmäßig Pokerturniere in Online Casinos abgehalten werden, ist es hierzulande für private Anbieter schwierig, zu werben. Warum dies so ist und wie sich diese strikte Haltung auf die 1. und 2. Bundesliga ausgewirkt hat, erklären wir euch im folgenden Artikel. Lest einfach weiter…

Bremen wurde Bwin-Kooperation untersagt

Im Jahre 2006 versuchte der Erstligaclub Werder Bremen den österreichischen Sportwetten- und Casino Anbieter bwin als Sponsor in die 1. Bundesliga zu holen. Der Sportclub wollte für dieses Engagement einen Betrag von sechs Millionen Euro erhalten und somit ebenso von dem Marketingetat profitieren, welches das Unternehmen zu einem Großteil ins Sponsoring von Sportvereinen und -verbänden gesteckt hat. Jedoch hatte das Bremer Landesgericht dem Verein die Werbung mit bwin untersagt und auch die Trikots mit dem Aufdruck durften im Handel nicht mehr verkauft werden. Wir halten also fest, dass die Rechtslage in Deutschland nicht gerade freundlich für private Glücksspielanbieter gewesen ist.

FC Bayern bewirbt Pokerschule

Der deutsche Rekordmeister hatte 2008 aus der fehlgeschlagenen Aktion mit bwin und Werder Bremen gelernt und bwin erneut als Sponsor in die Bundesliga geholt. Allerdings mit einem Trick. Während national die kostenlose Pokerschule free-bwin.com beworben wurde, trat der FC Bayern in dieser Zeit international für die Marke bwin auf. Damit wurde dem in Deutschland in Kraft getretenen und hart umstrittenen Glücksspielvertrag Rechnung getragen. Zur Erinnerung: Bis 2010 hatte jener Vertrag Internet-Poker und Online Casinos verboten. Ein Casino ohne Anmeldung zählte ebenso dazu wie jene, die eine Registrierung voraussetzen.

Heutige Situation und Ausblick

Im letzten Jahr hatte der europäische Gerichtshof den Glücksspielvertrag für unwirksam erklärt und damit das Staatsmonopol empfindlich angegriffen. Inzwischen haben sich die Bundesländer auf einen neuen Vertrag geeinigt, der den Glücksspielmarkt für private Anbieter öffnen soll. Zwar sollen Online-Poker und Casino weiterhin verboten werden, aber der Vermarktung einer Marke wie bwin in der Fußballbundesliga sollte künftig nichts mehr im Wege stehen. Die Bundesligaclubs könnten sich schon bald über Mehreinnahmen in Millionenhöhe freuen.

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