Mittwoch, 19. Juni 2013

+++ Goretzka-Wechsel nimmt immer krassere Züge an! Entscheidet jetzt das Gericht? +++

Wie haben wir uns das alles schön vorgestellt: Vielleicht im Mai 2014 oder so hätten wir Leon Goretzka mit Standing Ovations im Ruhrstadion verabschiedet. Das Ausnahmetalent und Bochumer Eigengewächs wechselt für rund 6 Millionen Euro zum FC Barcelona. Was wären wir alle stolz gewesen auf einen Spieler, der es von der Castroper Straße nach ganz oben geschafft hätte! Jeder Bochumer hätte noch Jahre später gesagt, wenn Goretzka in der Champions-League gezaubert hätte: "Kuck mal, dat war mal einer von uns!"
Doch die Realität sieht anders aus: Goretzka will nach Schalke, hat dort wohl schon für den 01. Juli 2013 einen Vertrag unterschrieben, es gibt keine Einigung über die Ablöse, aufgrund der undurchsichtigen Vertragsinhalte, über die Goretzka und Schalke auf der einen und der VfL Bochum auf der anderen Seite, unterschiedliche Auffassungen haben. Der aktuellste Stand sieht vor, das Goretzka gegen "seinen" VfL vor dem Arbeitsgericht klagen will. So weit ist es also schon gekommen.
Anders herum frage ich mich: Was hat es mit dieser Klausel auf sich? Vielleicht ist es nicht üblich, solche Klauseln an die Öffentlichkeit zu tragen, aber wäre es dem VfL nicht besser gestanden neben der Vertragsverlängerung mit Goretzka auch gleich mit offenen Karten zu spielen? Im Nachhinein weis man wohl auch warum dieser kleine Nebensatz verschwiegen wurde: Die Ablöse von 2,8 Millionen hätte wohl bei etlichen Clubs Interesse geweckt und Leon wohl noch mehr den Kopf verdreht, in der heißen Phase der Saison! 
Doch wie soll man diese Phrase "Mindestens 2,8 Millionen" verstehen? Nun, wohl unter dem Aspekt, das sich einst Jens Todt eins gedacht hatte, daß es mehrere Bieter geben wird, die Goretzka verpflichten wollen. Wenn die, gemäß einer Auktion mit dem einem Startpreis von 2,8 Millionen in den Poker einsteigen, kommt am Ende eine hübsche Summe bei raus! Bei Interesse von etlichen nationalen und internationalen Vereinen, sicher nicht verkehrt. Doch wie verhält es sich dann, wenn nur einer bietet? Wie bei ebay: Es bekommt der den Zuschlag der die Mindestsumme aufruft! Und so hat es Schalke wohl ganz fix gemacht! Den Berater kontaktiert, mit Goretzka gesprochen und fix den Vertrag unterzeichnet!
So glaube ich, das sich der VfL Bochum am Ende leider ins eigene Fleisch beißen wird. Ich hoffe das es nicht so im Vertrag steht wie ich hier mutmaße, aber nüchtern betrachtet vermute ich das leider...Vielleicht aber ziehen ja Ansgar Schewenken & Co. noch das As aus dem Ärmel. Aber glaubt man dem, was so durchsickert ist das ein ziemlich lausiger Vertrag der da existiert. Was ist dabei, eine Formulierung auf das Papier zu setzen, die jeder versteht: "Der Spieler kann, wenn der VfL Bochum dem zustimmt, ab einer Ablösesumme von 2,8 Millionen wechseln." Man bekommt den Eindruck dieses Wischi-Waschi-Geschreibsel steht absichtlich so im Vertrag.
So ist es dann wohl nix mit Stolz und Manchester. Eher Hass und Gelsenkirchen... wir Bochumer sind das Leiden ja gewohnt! Und zu Goretzka selbst? Was soll man einem solchen Jungen vorwerfen, der von allen Seiten den Kopf verdreht bekommt! Am Ende zählen die ganzen Phrasen doch eh nix, die er mal von sich gegeben hatte, da war er 16 und jung und naiv.. Jetzt zählt die Karriere, der VfL bekommt doch was! Die heile Welt war gestern...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

..... was hat der Jens Todt eigentlich vor seiner Manager Karriere gemacht ... Ich glaub das Lehrfach BWL kennt der nur vom hören sagen. Setzt ein Manager wie Jens Todt eigentlich auch selbst solche Verträge auf, oder hat der auch ein Berater? Als ehemaliger Fußballer sind Kontakte zu Spielern von Vorteil, aber mit dem Juristischem, wie ein Vertrag, in diesen Zeiten aufgesetzt wird, hatte der Todt wohl keine Ahnung!

Anonym hat gesagt…

Hallo,
guter Artikel, ich befürchte, dass du recht hast. Leider, schade, sch...
Es wär schön, wenn Leon Goretzka das auch liest...