Freitag, 24. Oktober 2014

+++ VfL Bochum spielt heute nicht nur um drei Punkte in Leipzig! +++

Wenn der VfL Bochum heute in Leipzig antritt, ist das auf dem Papier natürlich erst mal eine normale 2.Liga-Begegnung. Schaut man aber genauer hin, ist dieses Aufeinandertreffen viel mehr. Und deswegen ist dieses Spiel nicht nur für den VfL Bochum enorm wichtig! 
Es ist der Kampf zwischen David und Goliath, zwischen Tradtition und künstlicher Subkultur. 
Der VfL Bochum der seit über 30 Jahren im "Haifischbecken" Profifußball mit seinen eigenen möglichen Mitteln ums Überleben und den sportlichen Erfolg kämpft, trifft auf eine "Werbemaschinerie" aus 11 Spielern, die nur eines zum Ziel hat: Den maximalen sportlichen Erfolg um jeden Preis,  damit die Marke des Gummibärchen-Getränks eine Weltmarke wird, wie es Coca-Cola ist.
Dafür werden Milliarden in Fußball, Eishockey und sonstige Clubs gesteckt, werden marode Vereine aufgekauft und umgekrempelt. Extremsportler lassen sich mit viel Geld locken um im Rahmen von Red Bull waghalsige Sprünge zu versuchen, an denen schon viele ihr Leben gelassen haben. 
Zurück nach Leipzig: Dort sitzt ein Sportdirektor, der mit dem Geldzählen gar nicht nachkommt und aus dem Vollen schöpfen kann. In Bochum drehen sie derzeit jeden Cent zweimal um, durchsuchen jeden Winkel um Geld zu sparen und verzweifeln an den Kosten einer Damen-Fußballmanschaft. Das Geld was die Fußballdamen in einem Jahr kosten, wird wahrscheinlich Herr Mateschitz an einem Wochenende verbrauchen, wenn er eine Party gibt.
Sei es drum: Die Bochumer Spieler haben heute die Aufgabe, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen, nicht nur um drei Punkte mit nach Bochum zu nehmen, sondern auch der Fußballwelt da draußen zu zeigen: Wir wehren uns mit alles was wir haben, um die traditionelle Fußballkultur nicht sterben zu lassen. Wir wehren uns mit allen Kräften und sportlichen Mitteln, damit solche "künstlich erschaffenen Clubs" nicht unseren geliebten Fußballsport dominieren.
Als Kinder haben wir immer über den FC Bayern geschimpft. Ich kann mich noch gut an die Streitgespräche auf dem Schulhof erinnern, in denen es darum ging, das die Bayern immer die besten Spieler der kleineren Clubs wegkauften. Das stimmte zwar, aber im Gegensatz zu RB Leipzig hat der FCB jede Mark (Euro) damals noch selbst verdient. Großsponsoren, wie es jetzt die Telekom oder Audi sind, gab es damals nicht. Das heißt: Den Grundstein hat der Rekordmeister durch harte Arbeit und finanzielles Geschick in den 70ger und 80ger Jahren gelegt. Und hat sich Stück für Stück hochgearbeitet. Im Gegenzug zu den Geschehnissen in Leipzig: Wo ein Scheck ausgestellt wurde und der SVV Markranstädt seine "Seele als Oberligist" an einen Brausehersteller verkaufte. 
Bitte, bitte Spieler des VfL Bochum: Kämpft heute Abend um Alles, erinnert Euch an eure Vorbilder die in den 80ger Jahren viele übermächtige Gegner mit viel Geld und sportlicher Dominanz in die Knie gezwungen haben. Ein Sieg in Leipzig ist viel mehr wert als nur drei Punkte, es ist ein Schritt die Maschinerie des RB-Konzerns zu stoppen! Für Euch und die deutsche Fußballwelt! 

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