Dienstag, 9. Dezember 2014

+++ Nach Neururer: Wird der VfL Bochum jetzt zum "Schmierentheater an der Castroper Straße ? +++

Es könnte schmutzig werden unter`m Weihnachtsbaum beim VfL Bochum! Der einst so seriös geführte Club kann jetzt durch leichtsinnige Äußerungen und Taten schnell zum gefundenen Fressen der Boulevard-Zeitungen werden. Wenn er es nicht schon ist!
Peter Neururer ist Vergangenheit. Seit heute morgen 9:03 Uhr ist der sogenannte "Kult-Trainer" beurlaubt. Aber was dann eine Stunde später kam, überrascht schon und lässt Schlimmes erahnen. Neururer wird als Kündigungsgrund "vereinschädigendes Verhalten" vorgeworfen. Auslöser dieser Sache war die von Torhüter und Kapitän Andreas Luthe geübte Kritik an Vorstand Hans-Peter Villis, der sich wiederum kritisch über das Spiel und die Leistung des VfL in Ingolstadt äußerte. Luthe, der bemängelte, das Villis etwas kritisiert, von dem er scheinbar nichts mitbekommt - " ... dann soll er sich mal hier blicken lassen!" - bekam dafür Rückenwind von Peter Neururer. Ein No-Go gegenüber seinem Vorgesetzten. Zuvor hatte Neururer die Aussagen von Christian Hochstätter, der das Auftreten in Ingolstadt als "peinlich" bezeichnete, ebenfalls öffentlich kritisiert. 
War letzte Woche schon das Tischtuch zwischen dem Trainer und dem Sportvorstand unwieder-bringlich zerschnitten, kam es nun scheinbar auch zum Bruch mit Villis. 
Da ist es nicht verwunderlich, das der VfL nun "vereinsschädigendes Verhalten" als Kündigungsgrund angibt und nicht Erfolglosigkeit. Denn Ersteres könnte dem finanziell klammen VfL möglicherweise vor Gericht die Abfindung ersparen.
So wird das Kapitel Neururer und der VfL sicherlich noch lange nicht zu Ende sein! Neururer wird nun zum medialen Paukenschlag ausholen und seine Kumpels bei BILD und Sport1 ins Boot nehmen, die schon sabbernd am Handy sitzen und auf die neuesten Klatsch-News vom Kulttrainer warten.
Peter Neururer war der einzige, der den VfL Bochum vor zwei Jahren vor dem Abstieg in die dritte Liga bewahren konnte. Dabei bleibe ich und werde es niemals abstreiten. Aber es war ein Fehler ihm einen 2-Jahresvertrag unabhängig vom sportlichen Erfolg zu geben und ihn mit den Freiheiten auszustatten, die er hatte.
Es hatte was von "Fremdschämen" wenn man sah, wie sich Neururer in den letzten Wochen selbst zerstörte. Jemand, dem ich die Liebe zum Club voll und ganz abnehme, sich aber um Kopf und Kragen redet, um Brandherde zu legen, die seine Position bei einer vorzeitigen Entlassung in besserem Licht erscheinen lassen.
Bochum und Neururer hätte was auf Lebenszeit werden können, wenn der Peter endlich aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt hätte. So konnte jeder Neururer-Kenner die Geschehnisse der letzten Zeit vorhersagen.
Es kann nicht sein, das ein Trainer, der einen 2.-Ligisten mehr oder weniger erfolgreich trainiert, am Abend im Fernsehstudio die Geschicke anderer Vereine analysiert und kritisiert. Das ist ein unbeschriebenes Gesetz in der Trainer-Szene. Erst gestern Abend kritisierte Neururer Jürgen Klopp uns seinen Umgang mit Weidenfeller in Dortmund : Link hier ! Außerdem soll es eine Klausel im Vertrag Neururers gegeben haben, die ihm nur sporadische Auftritte bei seinem "Haussender" Sport1 erlaubten. 
Peter Neururer brachte sich in den letzten Wochen immer mehr in die Schusslinie. Lief es zunächst in der 2.Liga und im DFB-Pokal gut, ließ er verlauten, daß ihn das bei der Qualität der Mannschaft nicht überrasche. Nachdem der Club zu Hause nicht gewann und die Mannschaft in die Kritik kam, antwortete Neururer, das er aus einem durchschnittlichen Langstreckenläufer keinen 100-Meter-Sprinter machen könne. Deutliche Kritik an der Einkaufspolitik des Sportvorstands.
Den Vogel schoss er aber dann noch ab, in dem er nach zehn Spielen mit nur einem Sieg auf die Kritik sagte: "Alle sollten mal mit den Füßen auf dem Boden bleiben und nicht vergessen, wo wir herkommen!“ Spätestens da redete sich Neururer um Kopf und Kragen. Er schaffte es nämlich in der zweiten Saison nicht die Mannschaft weiter voran zu bringen und beendete die Saison auf Platz 15! Und auch jetzt ist der Tabellenstand ähnlich wie vor einem Jahr nach 16 Spieltagen: Platz 10 mit Tendenz nach unten!
Der VfL Bochum ist nun ohne Trainer. Frank Heinemann ist bis zum Jahresende Coach. Auch hier wird es leider keinen Fortschritt geben. Heinemann ist sicherlich ein Bochumer durch und durch ein VfL-Urgestein. Aber schon damals wäre es sinnvoll gewesen Neururer einen ambitionierten jungen Mann an die Seite zu stellen, der dem Trainer "Beine macht" und nicht nur alles abnickt. Jemand, der vielleicht auch Ambitionen hat, selber mal Chef werden zu wollen.
Der Club um seine Bosse Villis & Co. müssen nun vorsichtig sein, das sich der VfL nicht zum FC Schalke der 80-ger Jahre entwickelt. Also zu einem "Skandal-Club" wo die Verweilzeit der Führungpsersonen unter der Haltbarkeit eines Naturjoghurts liegt. Jetzt muß Ruhe in den Laden kommen. Aber auch weg vom Populismus: Scheinbar ist die Castroper Straße zuletzt zum Hafenbecken von Populisten geworden. In der Kurve hauen sie sich gegenseitig die Fresse ein, statt alle an einem Strang zu ziehen und den Club nach vorne zu bringen. In der Führungsetage übt ein Hans-Peter Villis zwar zurecht Kritik, kann aber selber als ausgewiesener Wirtschaftsexperte keine eigenen Erfolge vorweisen. Wo sind die sogenannten guten Netzwerke, die dem Club neue Sponsoren ermöglichen sollen? Ein Martin Kree, der als einziger im Vorstand neben Hochstätter mal zur sportlichen Situation das Standing besitzt, was sagen zu können, schweigt lieber. Frank Goosen ist gänzlich von der Bildfläche verschwunden! 
Christian Hochstätter, der bisher gute Arbeit geleistet hat, kann nun zwei Fehler machen: Er präsentiert seinen "Kumpel" Stefan Effenberg als neuen Trainer, der bisher Job-Unerfahren wieder die Klatsch-Medien anzieht und den VfL auf allen Sendern als Showbühne präsent macht. Damit hätten wir einen "Neururer Part 2" in Bochum. Zum anderen könnte er einen Trainer wie Uwe Neuhaus (ehemals Union Berlin) an die Castroper Straße holen. Eine Sorte Trainer, die wir mit Bergmann, Neitzel und Co. schon oft hatten. Der VfL braucht einen Trainer, der taktisch und trainingstechnisch ein Fachmann ist und einen Namen besitzt, der Respekt und Autorität ausstrahlt - gegenüber der Mannschaft und der Öffentlichkeit. Alles andere hatten wir jetzt genug! 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Pedda wir danken Dir !

BOausDO hat gesagt…

Und warum soll ein Effenberg als Jahrgangsbester nicht über das taktische und trainigstechnische Fachwissen verfügen? Ebenso besitzt er den geforderten Namen und ihm würde der Respekt der Spieler sicher sein. Anders als Neururer würde er auch vermutlich nicht unbedingt die öffentliche Aufmerksamkeit suchen, würde sie aber aufgrund seines Namens dennoch bekommen. Auch diesen Umstand sehe ich für den VfL als positiv. Man versinkt medial nicht in der Bedeutungslosigkeit.

Anonym hat gesagt…

Was mich schon immer an Peter Neururer geärgert hat ist, dass wenn gewonnen wird er schnell seinen Anteil daran in den Vordergrund stellt. Wenn aber verloren wird, und es waren grottenschlechte Spiele dabei, sowohl letzte Saison, als auch diese Saison, dann meint mann er hätte damit nichts zu tun. Wenn sich ein Neururer nach einem grottenschlechten Heimspiel hinstellt und erklärt "das war das schlechteste Heimspiel das ich gesehen habe", so frage ich mich, wäre trägt dafür die Verantwortung? Muss er dann nicht konsequenzerweise dann nicht selbst seinen Hut nehmen? Aber Neururer dreht die Tatsachen so, dass er immer der tolle Typ ist.
Neururer ist für mich, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet, ein Trainer ohjne Konzept, er macht Spieler nicht besser, und ist in Heimspielen taktisch auf Kreisklassenniveau.
Es ist gut für den VFL, dass wir von ihm erlöst sind, es kann nur aufwärts gehen!