Sonntag, 8. Februar 2015

+++ 1:2 bei Union Berlin: Verbeek`s Premiere endet mit einer unnötigen Niederlage! +++

Der VfL Bochum hat die Premiere von Gertjan Verbeek als neuen Trainer mit 1:2 gegen Union Berlin verloren.
Viele Fans fragten sich nach dem Spiel in der Hauptstadt, ob sich wirklich was verbessert hat unter dem neuen Trainer. Natürlich greifen auch nach mehreren Wochen der Vorbereitung noch nicht alle Vorgaben. Zudem hatte der VfL in Berlin erneut einen Rückschlag zu verkraften. Mit Patrick Fabian fiel auch noch ein Innenverteidiger aus. Fabian hatte sich im Training die Nase gebrochen. 
So bestand die Abwehr aus Perthel und Celozzi sowie innen aus Cacutalua und Bastians. Überraschend rückte noch Cwielong in die Startelf. 
Der VfL begann stark und hatte viel Ballbesitz. Die Berliner verlegten sich in der ersten Hälfte vorwiegend auf`s Kontern. Selim Gündüz war es dann, der in alter Thorsten-Legat-Manier den Ball nach einer guten halben Stunde ins Netz hämmerte. Union blieb nur bei Standards gefährlich, mit der Führung ging es in die Pause.
Doch die Ausfälle konnte der VfL mit zunehmender Spieldauer nicht kompensieren. Terodde und Sestak blieben völlig blass. Union kam nach dem Wechsel verändert aus der Kabine. Mit Kobylanski wechselten die Berliner dann auch den Ausgleich ein. Dieser schlenzte nach 50 Minuten aus halbrechter Position den Ball unhaltbar für Esser ein. 
Der VfL kam durch Cwielong noch zu einer Riesenchance, aber der Pole konnte frei vor Torhüter Haas den Ball nicht im Netz unterbringen. Zudem wurde dem VfL nach Foul an Forssell ein glasklarer Vorteil geklaut. Terrazino, der danach den Ball aufnahm, wäre frei zum Berliner Tor durchgelaufen. 
Es kam, was kommen musste: Ein Fehlpass von Bastians in der Vorwärtsbewegung brachte Union wieder in Ballbesitz, ein Heber in den Strafraum, dort verlängerte Latza den Ball unglücklich zu Kreilach, der das 2:1 markierte. 
Fakt ist: Durch die vielen Ausfälle wird der VfL nur mit Mühe in die Spur finden. Cacutalua ist kein gleichwertiger Ersatz für Fabian, Bastians dagegen könnte ein neuer Schlüsselspieler werden. Viel Ballbesitz bringt aber nichts, wenn man es nicht schafft, gefährlich zu werden. Verbeek will in der Defensive viele Dinge spielerisch lösen, steht mit den Außenverteidigern hoch. Das Konzept muss funktionieren, ansonsten wird es schnell zu einem Risikospiel.
Mit Tasaka und Eisfeld im Mittelfeld gibt es aber zudem noch Hoffnung, daß das Offensivspiel an Gefährlichkeit gewinnt.
Sestak wird meiner Meinung nach immer mehr zum Fehlgriff. Ein Spieler mit seiner Erfahrung und mit seinem Potential müsste eigentlich in dieser Liga herausstechen. Von seiner Schnelligkeit ist nicht mehr viel zu sehen. 
Kommen zu den vielen verletzungsbedingten Ausfällen auch noch sportliche auf dem Platz, wird es immens schwer gegen jeden Gegner zu bestehen.
Interessant wird es sein, Verbeeks Konzept im kommenden Heimspiel zu sehen. Um nicht gleich einen Fehlstart hinzulegen, wäre ein Sieg gegen Braunschweig dringend von Nöten. 

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