Dienstag, 19. Mai 2015

+++ Statt geruhsamer Saisonausklang: Beim VfL Bochum rumort es gewaltig! +++

Das Stanislav Sestak um Auflösung seines gut bezahlten Vertrages bat und zur neuen Saison nicht mehr das Trikot des VfL Bochum tragen wird, schlug ein, wie eine Bombe. Als Grund gab er an, mit Trainer Gertjan Verbeek nicht wirklich klar zu kommen. Im Hinblick auf die EM 2016 rechnet er sich unter Verbeek nicht mehr Einsatzzeiten in der kommenden Saison aus, was seine Teilnahme gefährden würde.
Stellen wir mal fest: Kommt ein neuer Trainer, gibt es immer Veränderungen. Jeder Trainertyp ist anders. Sestak kam zum VfL zurück, weil vor allem auch Peter Neururer wieder Trainer war. Der Kumpeltyp - mit dem kann man gut auskommen. Natürlich - Stani Sestak ist ein Spieler, der ein ehrlicher Typ ist, eine "Wohlfühloase" braucht und wir wollen das nicht negativ sagen - auch etwas labil ist. Neururer war Geschichte und mit Gertjan Verbeek hat der VfL nun einen Trainer, der ganz einfach einen raueren Ton an den Tag legt. 
Jetzt kann man sagen, das der Club so einen Trainer wie Verbeek braucht, denn Kuschelkurs und beschissene Leistungen hatten wir seit dem Abstieg dauerhaft. Wir haben es mit allem versucht: Wir hatten den harten Hund Funkel, dann den Softie Bergmann, dann den schüchternen Neitzel, dann den Weltenretter ohne Konzept Neururer und jetzt den "Admiral" Verbeek.
Man kann die These aufstellen, das der VfL scheinbar nur noch eine Chance auf 1. Liga-Fußball hat, wenn alle bedingungslos mitziehen und das Leistungsprinzip akzeptieren. Niemand hat seinen Stammplatz sicher, die Leistung entscheidet. Es wird hart gearbeitet, Fehler ohne Rücksicht angesprochen und wer dauerhaft die selben Fehler macht oder im Konzept nicht funktioniert wird nicht berücksichtigt. 
Eigentlich ist dahingehend nichts einzuwenden. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft - was in anderen Berufen gilt, kann auch im Fußball nicht verkehrt sein. Von daher ist Gertjan Verbeek ein Trainer, der genau das fordert und Leistung belohnt. Dazu hat er scheinbar ein hohes taktisches Fachwissen, was vielleicht seine Vorgänger nicht besaßen. 
Die andere Seite dieser Betrachtung ist aber folgenschwer: Stanislav Sestak wird heute in der BILD Zeitung wie folgt zitiert: „Ich bin jetzt 32. Ich muss mich nicht beleidigen lassen. Trainer Gertjan Verbeek hat mich beim Darmstadt-Spiel schlecht behandelt. Ich hätte nur mein Trikot spazieren getragen. Zudem musste ich fast immer als Erster raus. Mal warf er mir vor, ich hätte keine Dynamik, mal keine Motivation. Das ist respektlos. Ich habe schnell gemerkt, dass ich kein Lieblingsspieler von ihm bin...“
Dieses Zitat wirft heute natürlich enormen Wirbel auf. Sestak kommt einfach mit dem rauhen Ton des Trainers nicht klar - das muß man akzeptieren. Man kann aber auch Verbeek Recht geben, das Problem an der Sache ist nur folgendes: Verbeek eckt mit diesem Umgangston bei Presse und Medien, bei Spielern und vielleicht irgendwann auch mal bei den Fans enorm an. Schon jetzt ist ganz klar deutlich, das der Umgang mit Joachim Droll / BILD mehr als angespannt ist. Medienvertreter wie Pohl und Co. haben sich zumindest auf die schroffe Art und Weise bei Pressekonferenzen eingestellt. Ihre Fragen sind nun anders. Ein Jaochim Droll mit der Macht der BILD Zeitung im Hintergrund, versucht sich nicht das erste Mal in einem Duell mit Verbeek.
Am längeren Ende sitzt aber immer die Presse: Sie schreibt was sie will. Viel schlimmer aber wiegt es, wenn sich Verbeek innerhalb der Mannschaft mit diesen Umgangsformen auf dünnem Eis bewegt. Bis zu einer gewissen Grenze ist sicherlich jegliche Kritik gegenüber den Spielern tolerierbar. Solange auch der Erfolg da ist, wird sich kein Spieler wagen, den Trainer deswegen zu kritisieren.
Jedoch werden bei Misserfolg Medien und spezielle "Nicht-Lieblinge" von Verbeek die Füße nicht mehr stillhalten. Daher kann man Verbeek nur raten, ein gewisses Mittelmaß zu finden. Mit Dauerdruck ist vielleicht nur Felix Magath Meister geworden. Und was draus wurde ist bekannt. Und schaut man mal in die Vergangenheit zurück: In Alkmaar ist Verbeek trotz sportlichen Erfolges wegen "atmosphärischen Störungen" 2013 entlassen worden. Jeder Spieler ist charakterlich anders, daher muss man sich als Trainer in gewisser Weise auch an dem jeweiligen Typ orientieren. 
Zurück zu Sestak: Was man ihm hoch anrechnen kann, ist die Tatsache, das er die Sache nicht hier aussitzt: „Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, in Bochum gutes Geld zu verdienen und die meiste Zeit nur auf der Bank zu sitzen.“, sagt der Slowake gegenüber Reviersport. Allein das, würdigt ihm schon einen vernünftigen Abschied am Sonntag!



Kommentare:

Marvin hat gesagt…

Danke stani für alles!!

dennis spitz hat gesagt…

Den Abschied kriegt er
schade das der trainerwechsel nicht gut für ihn War
mit terrodde ist er auch damals angeeckt nicht das er uns alle Spieler vergrault

dennis spitz hat gesagt…

Den Abschied kriegt er
schade das der trainerwechsel nicht gut für ihn War
mit terrodde ist er auch damals angeeckt nicht das er uns alle Spieler vergrault

Anonym hat gesagt…

Bochum der ewige Zweitligist! Ich glaub nicht, das es der VfL in den nächsten 10 Jahren schaft wieder in die erste Liga aufzusteigen. 7 Millionen Schulden und Spieler die ablösefrei gehen. Es braucht schon viel Glück, ordentliche neue Spieler auf Zweitliga Niveau, zum Nulltarif, zu verpflichten. Das einzige was Hoffnung macht ist die Bombastisch gute Jugendabteilung. Leider hat es noch hier kein Trainer geschafft, ein Talent dauerhaft zu implementieren. Okay, Leon Goretzka war da mal eine Ausnahme. Aber wie wir ja alle wissen ist er ja viel zu früh von uns gegangen (RiP). Da ich gehört habe das Verbeek gerne auf die Jugend setzt, könnte das noch eine Chance sein, das es mal ein Trainer mit strenger Hand schaft, mehrere Jugendspieler in die Startelf zu bringen. Nicolas Abdat z.B. hatte natürlich einen schweren Start, gegen RB und Darmstadt war er im Team und es wurde verloren. Somit wurde er wieder aus dem Team entfernt. Aber gegen St. Pauli haben alle alten Hasen auf dem Platz gestanden und es wurde 1:5 verkackt. Die Jugend ist die einzige Hoffnung die Bochum noch bleibt.

Glück Auf
Macke