Dienstag, 22. September 2015

+++ Fokus auf`s Spiel in Bielefeld + PK von gestern bekommt bundesweites Interesse! +++

Die Pressekoneferenz mit Gertjan Verbeek gestern Nachmittag bekam auf dem VfL-Kanal des auf Youtube bis jetzt rund 260.000 Aufrufe. So viel wie keine andere bisher. Viele Medien, weit über Bochum hinaus, berichteten von der "Arschloch"-Attacke des Trainers gegen die BIlD insbesondere gegen Schreiberling Joachim Droll. 
Nach dem Diekmann-Shitstorm und der Reaktion darauf haben sich viele Fans in ganz Deutschland auf Seiten des Bochumer Trainers gestellt und ihn für seinen Kommentar gelobt. I
In den Foren des VfL Bochum wurde lebhaft darüber diskutiert, wobei die Meinungen auch geteilt waren. "Ihn der Sache hat Verbeek Recht, jedoch kann die Art und Weise irgendwann für ihn zum Bumerang werden." wird dort geschrieben.  Es ist nicht das erste Mal, das Verbeek auf den Bild Redakteur losgeht. Weiterhin wird auch viel über die Bezeichnung "Ziel" und "Ambition" diskutiert, Aussagen die Verbeek so gesagt hat, der Holländer aber deutlich differenzierter versteht, wie so mancher Journalist. 
Kurzum: Der VfL hat Ambitionen aufzusteigen, hat dies aber nicht als Ziel erklärt. Der Verein sah sich aber nach der gestrigen Aufsichtsratsitzung dennoch dazu genötigt, ein kurzes Statement abzugeben. Offiziell lies der Club verlauten:

Fußball lebt von Emotionen, die manchmal in Aussagen gipfeln, die zwar Anklang und Nachhall finden, zuweilen in der Tonalität aber daneben liegen. Auf der gestrigen Pressekonferenz sind solche Äußerungen gefallen. Wir haben mit unserem Cheftrainer Gertjan Verbeek darüber im Laufe des Tages noch gesprochen und er hat eingeräumt, dass die verwendeten Kraftausdrücke sicher nicht die richtige Wortwahl waren. Auch wollte er niemand persönlich beleidigen. Dafür entschuldigt er sich. Die Kernaussagen bleiben davon aber unberührt und in dieser Sache hat Gertjan Verbeek unserer Meinung nach vollkommen Recht."


Der Vorstand zeigt aber auch ganz klar, das die Fronten zwischen dem Boulevard-Blatt und dem VfL nun endgültig verhärtet sind. Joachim Droll geht seit Jahren mit der immer wiederkehrenden "journalistischen Taktik" an der Castroper Straße umher. Er schnappt ein Thema oder ein Gerücht auf, konfrontiert Person X dazu, um dann bei Person Y gegen die Aussage von Person X Stimmung zu machen. Dabei ist es völlig egal, um was es geht: Transfer-Abgänge, der "Stuhl des Trainers" oder was auch immer. Seit der kurzen "Heiko-Herrlich"-Ära in Bochum ist das so.  Menschen werden "manipuliert" mit fragwürdigen Aussagen konfrontiert um dann die Antwort zur eigenen Story zu verarbeiten.
Die Bochumer Medienlandschaft ist wider erwarten da geteilter Meinung. Es gibt scheinbar Journalisten, die der BILD-Meinung nahe stehen, aber auch einige, die sich weit davon entfernen, vielleicht auch um "weiterhin gut informiert" zu sein.
Bei VfL-Hofreporter Günther Pohl ist dagegen alles beim Alten. Vermutlich mit einem leichten Schmunzeln begleitet er die ganze Sache, läuft am Ende der PK hektisch durchs Bild .. - uppss wie doppeldeutig - die Aufarbeitung der Sache überlässt er aber jemand anderem. Die Kritik an Verbeek in der Reviersport übernimmt heute Heiko Buschmann in dem Artikel : "Jeder andere Trainer würde rausfliegen!" 

Verbeeks "Arschloch"-Aussage ist sicherlich eine Beleidigung, aber peinlicher ist der Kommentar von Buschmann allemal. Den eines sollte klar werden: Im Fußballgeschäft haben die Medien mittlerweile einen enormen Einfluss. Mit ihren Veröffentlichungen machen sie so viel Stimmung, das handelnde Personen sich meist dem Druck aus der Öffentlichkeit beugen müssen. In der Bundesliga würde es sicherlich nur halb so viele Trainerentlassungen geben, wenn die BILD & Co. nicht nach jeder dritten Pleite in Folge den Trainer hinterfragen würde. Und wenn es da nun endlich mal einen Trainer gibt der die "Sprache des Ruhrgebiets" spricht, selbst wenn er aus dem Nachbarland kommt, ist es auch nicht Recht. In 20 Jahren, wird Buschmann & Co. nämlich die ersten sein, die bei einen Rückblick schreiben werden: "Weisse noch, als der Verbeek dat Arschloch sachte!?" .

Es wird Zeit das Fußball-Fans und auch Vereine endlich mal Stellung gegenüber der Lügenpresse des Springer-Verlages beziehen. Diese Probleme haben wir nicht nur in Bochum. Wie schön die BILD aber die Kritik, die sie selbst einstecken musste, unter den Teppich kehrt ist offensichtlich: Erst gab es heftige Kritik, gegen St. Pauli & Co. Am Montag danach hieß es in einem Artikel dann ganz butterweich: "Schade, das nicht alle Clubs mitmachten, aber diese stellten auch eigene tolle Aktionen auf die Beine!" ! Joachim Droll ist heute auch handzahm und bringt einen Vorbericht, der an "Leichtigkeit" nicht zu überbieten ist. Natürlich kein Wort darüber, was passiert ist!

So sollte der Fokus nun auf das heutige Spiel in Bielefeld liegen. Hier würde ein Sieg allen gut tun. Dem Trainer, der wieder sich etwas entspannen kann, die BILD, die dann wieder etwas "schönes" zu schreiben hat und den Fans, die am Stammtisch wieder vom Aufstieg träumen könnten!

1 Kommentar:

Herbert hat gesagt…

Hola,
nachem Spiel gegen Bielefeld - Déjà-vu 1:1.
Wir können die englische Woche noch retten - mit´m 3er gegen FCK.

Zum, leider, Thema "Verbeek":
Ich sehe das überhaupt nicht locker. Es scheint doch so zu sein das Herr Verbeek en echtes Problem mitden Medien hat.
Irgendwo hab´ ich gelesen, das er das Talent hat, sich sportliche erarbeite Erfolge, durch seine Öffentlichkeitsarbeit zu zerstören. Und das sehe ich auf unseren VfL zukommen !!
Der Trainer ist doch wohl in erster Linie Trainer. Es ist nicht seine Aufgabe die Presselandschaft zu ordnen geschweige denn zu reglementieren.
Ich kann mich nicht erinnern, das irgendein Pressevertreter in den vergangenen PK´s Fragen gestellt hat, die außerhalb des normalen Rahmen waren.
Im Gegenteil - die Antworten, auch auf sachliche Fragen, waren von Verbeek meistens provokant - oder nur blöd.
Wie haben die Verantwortlichen vom:
BvB reagiert auf die ständigen Fragen zum Klopp-wechsel.
S04 zum Draxler-wechsel.
Bayern zum Göze-Thema - ewige Fragen ewige Antworten - aber immer professionell. "That´s the game" !
Und dann kommt Verbeek daher und legt sich mit Bild, WAZ und SP1 an.
Da gibt´s in Bayern nur einen Spruch: "Wer iss´n der Wurscht´l eigentlich".
Wir wollen doch (irgendwann) 1. Bundesliga. Was Verbeek mit seiner Öffentlichkeitsarbeit abliefert ist nicht mal Kreisliga C.
Die öffentliche Stellungnahme des VfL bewerte ich als erste Abmahnung.
Sollte es nochmal zu so einer Entgleisung kommen, gibt´s nur eins -
sofortige Entlassung wegen vereinsschädigendem Verhalten.
Und wenn Herr Verbeek "Conjones" hat, entschuldigt er sich persönlich auf der nächsten PK, und schickt nicht die VfL-Verantwortlichen vor.

Zum wirklich wichtigen:
Ich war beim 0:6 im Parkstadion, Gegentribüne - fast alleine, also wir 4 Kumpels - "Jochen Abel Fußballgott".

Also venga VfL -
Freitag 3 Punkte GlückAuf 1848.